Interaktives Digitales Lehrbuch für Musik- und Klavierstudien
Der Lernfortschritt wird anhand konkreter Leistungskennzahlen gemessen. Die interaktiven Module erfassen richtige und falsche Aktionen sowie die visuell-motorische Verzögerung — die Zeit zwischen dem Erscheinen eines Notationszeichens und dem Anschlagen einer Taste. Dadurch lassen sich Ergebnisse vergleichen und die Entwicklung der Fähigkeiten von einer Übungseinheit zur nächsten beobachten.
Jedes Modul des digitalen Lehrbuchs verbindet das visuelle Bild einer Note mit ihrem Klang und einer praktischen Handlung. Der Lernende prägt sich ein Notationszeichen nicht isoliert ein: Er sieht es, hört es, singt es und spielt es auf einem Tasteninstrument. Nach und nach beginnt die geschriebene Musik bereits innerlich zu klingen, bevor eine Taste angeschlagen wird. Auf diese Weise entwickelt sich das innere musikalische Hören, auch Audiation genannt.
Wie das digitale Lehrbuch musikalische Fähigkeiten entwickelt
Gentle Piano® — das zentrale Modul des digitalen Lehrbuchs
So wie das Lesenlernen mit dem Alphabet und einer Fibel beginnt, führt Gentle Piano® Schritt für Schritt in die Sprache der Musiknotation ein.
Der Lernende nimmt jede Note gleichzeitig als Zeichen, Klang und Bewegung wahr. Er sieht das Notationszeichen, singt die entsprechende Solfège-Silbe, findet die passende Taste und hört das Ergebnis. Dadurch entsteht eine stabile Verbindung zwischen Sehen, Hören, Stimme und motorischer Koordination.
Nach und nach ruft das Notationszeichen bereits vor dem Spielen eine innere Klangvorstellung hervor. Dies entwickelt das innere musikalische Hören und macht das Notenlesen sinnvoll und bewusst.
Das Modul entwickelt:
- das Vom-Blatt-Spiel;
- die Koordination beider Hände;
- die Klaviertechnik;
- das musikalische Gedächtnis;
- das Singen vom Blatt;
- die Transposition;
- die Auswahl von Akkorden und Begleitungen;
- die Vorbereitung auf Musikdiktat und Komposition.
Der Lernende kann die für ihn angenehmste Darstellungsform des Notentextes auswählen und schrittweise von einer anschaulichen vertikalen Darstellung zur traditionellen Musiknotation übergehen.
Die interaktive Animation zeigt anschaulich, wie die Bewegungen beider Hände und einzelner Finger koordiniert werden.
Übungen zur Gehörbildung gelingen am besten in einer ruhigen Umgebung ohne störende Hintergrundgeräusche.
Spezielle Modi entwickeln die Fähigkeit, mehrzeiligen Notentext auf einen Blick zu erfassen und gleichzeitig den Stimmen beider Hände zu folgen. Die langjährige Arbeit an diesem System hat zu einem sorgfältig aufgebauten Konzept für die Entwicklung der visuellen Wahrnehmung geschriebener Musik geführt.
Jedes Modul konzentriert sich auf eine bestimmte Gruppe von Fähigkeiten. Gemeinsam bilden sie einen strukturierten Kurs für umfassende musikalische Bildung und Notenkompetenz.
Note Alphabet — Notenalphabet
Dieses Modul hilft dabei, die Reihenfolge der Noten zu erlernen und sich frei in ihrer Folge zu orientieren.
Jeder Notenname wird nicht nur mit seiner Position in der Reihenfolge, sondern auch mit seinem Klang verbunden. Der Lernende sieht das Zeichen, spricht oder singt den Notennamen und hört ihn in einem musikalischen Zusammenhang.
Diese Arbeit hilft dabei, Tonleitern, Dreiklänge und Akkorde als innerlich klingende musikalische Strukturen wahrzunehmen und nicht als mechanisch auswendig gelernte Folgen.
Fruit Lines — Linien und Zwischenräume des Notensystems
Dieses Modul entwickelt die Fähigkeit, die Position jeder Note innerhalb des vollständigen Systems der Notenlinien zu erkennen.
Der Lernende nimmt gleichzeitig wahr:
- die grafische Position der Note;
- ihren Namen;
- ihre Tonhöhe;
- den Abstand zu benachbarten Noten;
- ihren Platz im gesamten Notationsraum.
Dadurch wird die Note nicht länger als isoliertes grafisches Zeichen wahrgenommen. Sie wird Teil eines vollständigen, innerlich klingenden musikalischen Raumes. Dies unterstützt die Entwicklung des inneren Hörens und das flüssige Lesen mehrzeiliger Notation.
Ein erfahrener Musiker nimmt den Notentext als Ganzes wahr — so wie ein Schachspieler nicht nur ein einzelnes Feld, sondern die Stellung aller Figuren auf dem gesamten Brett sieht.
Treble Staff — Violinschlüssel
Dieses Modul entwickelt die sichere Erkennung der Noten im Violinschlüssel.
Der Lernende verbindet die Position jeder Note auf den Linien und in den Zwischenräumen mit ihrem Namen, ihrem Klang und ihrer Lage auf der Tastatur. Regelmäßiges Üben hilft dabei, die Note innerlich zu hören, bevor sie gespielt wird, und diese Fähigkeit beim Lesen geschriebener Musik anzuwenden.
Bass Staff — Bassschlüssel
Dieses Modul hilft dabei, die Noten des Bassschlüssels zu beherrschen und die Stimme der linken Hand sicher zu lesen.
Der Lernende sieht die grafische Position einer Note, stellt sich ihren Klang vor und verbindet sie mit der entsprechenden Taste. Nach und nach werden Violin- und Basssystem nicht mehr als zwei getrennte Systeme wahrgenommen, sondern als ein vollständiger, innerlich klingender musikalischer Raum.
Dies bereitet auf das ganzheitliche Lesen zweizeiliger Klaviernotation vor und unterstützt die Entwicklung des harmonischen Hörens.
Note Duration — Notenwerte und Tondauern
Dieses Modul hilft dabei, Dauer gleichzeitig als grafisches Zeichen, Zeitgefühl und körperliche Handlung wahrzunehmen.
Der Lernende sieht das Symbol eines Notenwertes, hält die Leertaste der Computertastatur für die entsprechende Zeit gedrückt und hört die Dauer des Klanges. So wird das visuelle Bild mit motorischer und auditiver Erfahrung verbunden.
Dadurch wird rhythmische Notation innerlich fühl- und hörbar, anstatt als abstraktes mathematisches System wahrgenommen zu werden.
Guess Key — Errate die Taste
Dieses Modul entwickelt die Orientierung auf der Tastatur in allen Registern und stärkt die Verbindung zwischen dem Namen einer Note, ihrem Klang und der physischen Lage ihrer Taste.
Der Lernende findet die richtige Taste, ohne ständig auf die Hände schauen zu müssen. Gleichzeitig entwickelt sich die Fähigkeit, eine Tonhöhe im Voraus innerlich vorzustellen und diese Hörvorstellung mit dem tatsächlichen Klang des Instruments zu vergleichen.
Alle Module arbeiten als ein zusammenhängendes System. Der Lernende sieht ein Notationszeichen, hört und singt die entsprechende Tonhöhe, spielt sie auf dem Instrument und beurteilt das Ergebnis. Diese ganzheitliche Wahrnehmung der musikalischen Note entwickelt inneres Hören, bewusstes Vom-Blatt-Spiel und die Fähigkeit, selbstständig mit geschriebener Musik zu arbeiten.
Das Paket enthält außerdem
Notenkarten „Ich kann Noten lesen“ — Stufe 1
Die Karten helfen dabei, Noten und die Intervalle zwischen ihnen sofort zu erkennen.
Zum ersten Mal verwenden diese Notenkarten ein System zum Zählen der Linien und Zwischenräume innerhalb eines symmetrischen Rahmens. Dadurch lässt sich die Position einer Note nicht durch mechanisches Auswendiglernen, sondern durch das Verständnis der Struktur des Notensystems bestimmen.
Die richtige Antwort befindet sich auf der Rückseite jeder Karte. So können Lernende die Aufgaben selbstständig bearbeiten, sich sofort überprüfen und Fehler korrigieren.
Notenalphabet-Lied und Sprechvers
Das Lied verwendet das feste oder absolute Do-System: Die Silben Do, Re, Mi, Fa, Sol, La und Si sind bestimmten absoluten Tonhöhen zugeordnet.
Der Lernende hört eine bestimmte Tonhöhe — eine konkrete Klangschwingung —, gibt sie mit der Stimme wieder und verbindet sie mit der entsprechenden Solfège-Silbe.
Durch wiederholtes Üben entsteht eine stabile auditive und stimmliche Verbindung:
bestimmte Klangschwingung — Solfège-Silbe — Notenklang
Dadurch sind Notennamen keine abstrakten Wörter mehr, sondern werden zu auditiven und stimmlichen Bezeichnungen bestimmter Tonhöhen.
Das Lied wird zum Einsingen in allen Tonarten verwendet. Beim Wechsel in eine neue Tonart behalten die Lernenden die absoluten Namen der tatsächlich klingenden Töne bei. Kreuze und Be-Zeichen werden daher nicht nur visuell und theoretisch, sondern auch durch Gehör, Stimme und wiederholte praktische Erfahrung erlernt.
Dies schafft eine Grundlage für:
- Transposition;
- flüssiges Spielen in verschiedenen Tonarten;
- sicheres Lesen von Musik mit Vorzeichen;
- die Entwicklung des inneren Hörens;
- die genaue Wiedergabe der Tonhöhe mit der Stimme und auf einem Instrument.
Hellene Hiners Buch „Sie KÖNNEN Musiker werden“
Das Buch untersucht die wichtigsten Schwierigkeiten des traditionellen Musikunterrichts und erläutert die pädagogischen Grundlagen des Systems Soft Way to Mozart®.
Es hilft Eltern, Lehrkräften und erwachsenen Lernenden zu verstehen, wie musikalische Bildung, Koordination, Gehör und selbstständiges Lernen entwickelt werden.
Hellene Hiners musikalisches Märchen „Das Königreich der Melodie“
Das Märchen führt Kinder mithilfe von Figuren und einer Handlung in grundlegende musikalische Begriffe ein.
Königin Tonika und die anderen Figuren helfen den Lernenden, Folgendes zu erleben und zu verstehen:
- das tonale Zentrum;
- Stabilität und tonale Anziehung;
- die Funktionen der Tonleiterstufen;
- Tongeschlecht und Tonart;
- Harmonie;
- die Beziehungen zwischen musikalischen Klängen.
Abstrakte theoretische Begriffe werden durch emotionale, visuelle und auditive Bilder verständlich.